„Endlich am Ziel! Endlich in Orschwiller!“

Im Spätsommer habe ich Hans Werner Hirschkäfer getroffen. Er saß – mit Strohhut, ein Glas Rotwein vor sich – auf der Terrasse einer Auberge . Keiner der anderen Gäste erkannte den Autor, der schon in jungen Jahren mit dem Roman „Das abbe Bein“ für Aufsehen gesorgt hatte, mit der tragischen Novelle „Hirschhase heißt ein Orsch“ einen Skandal provozierte und schließlich für die Satire „Mein Name sei Orschulok“ mit Preisen und Ehrungen überhäuft wurde. – „Ich habe nie gerne geschrieben“ gestand er mir. „Ich wollte immer nur einer sein, der geschrieben hat! Und jetzt – hier, am Ziel, in Orschwiller – bin ich angekommen und kann endlich der sein, der ich in der Form der Gegenwart nie sein wollte, und der ich jetzt, in der Perspektive der Vergangenheit, so gerne bin“.